Thermisches Spritzen

Medipure Titanbeschichtung auf PEEK- und PEKK-basierten Medizinprodukten durch Vakuumplasmaspritzen

In den letzten Jahrzehnten wurden in der Orthopädie und Neurochirurgie neben austenitischen rostfreien Stählen oder hochfesten Titanlegierungen nur wenige neue Materialien erfolgreich eingeführt. Während neue Metalllegierungen (NiTi, TiMo, TiZr, Ta) nur von wenigen Unternehmen verwendet wurden, kamen die Polyaryletherketon-Homopolymere PEEK und PEKK für viele neue medizinische Geräte der Wirbelsäulenchirurgie und andere cranio-maxillofaziale Indikationen zum Einsatz; entweder für neue Produkte oder um vorhandene Metallimplantate wie Käfige, Pedikelschrauben oder Schädelplatten zu ersetzen. MRI-Kompatibilität und geringere Steifigkeit sind zwei Vorteile der nicht gefüllten Polymere, die die Materialeinführung unterstützten. In letzter Zeit wurden Implantate aus verstärktem Harz (PEEK) mit kurzen oder langen Fasern entwickelt und auf den Markt gebracht. Für gefüllte und nicht gefüllte Materialien kann jedoch keine sekundäre vollständige Osseointegration durch Knochenapposition erreicht werden, da zunächst eine dünne Schicht aus Fasergewebe auf der Materialoberfläche entwickelt wird. Die daraus resultierende potenzielle Instabilität des Implantats ist ein großer Nachteil für das Material, was seine breitere Verwendung in der orthopädischen Chirurgie verhindert. Dies ist der Grund, warum der Bedarf an Titanbeschichtung auf PEEK schon früh erkannt wurde.

Wirbelsäulenimplantat aus PEEK mit Titanbeschichtung 
„ACRON coated“, SpineMED®

Dank eines umfassenden Know-hows im Bereich osseointegrativer Beschichtungen auf medizinischen Implantaten hat Medicoat seine Medipure™-Titanbeschichtungstechnologie mittels Vakuumplasmaspray (VPS) auf organische Substrate wie PEEK, PEKK, CFR-PEEK und langfaserverstärkte Materialien erweitert und auf mehrere Wirbelsäulenimplantate aufgebracht wie beispielsweise Hals- und Lendenwirbelimplantate (Cages), Pedikelschrauben und Schädelplatten. Die gut integrierenden Titanoberflächen führen zusammen mit der vergrößerten Oberfläche der rauen Beschichtung zu einer wesentlich besseren Osseeintegration von PEEK-basierten Medizinprodukten. Mit modernster Plasmaspritztechnologie kann Medicoat PEEK- oder PEKK-Implantate mit komplexen Geometrien wie offene Strukturen mit Fenstern vollständig beschichten, wodurch die Osseointegration nicht nur auf ebenen, knochenkontaktierenden Oberflächen, sondern auch innerhalb der Struktur gefördert wird. Dadurch wird das Knochenwachstum im gesamten Implantat unterstützt.
Die kürzlich von Medicoat beschichteten, mit CE-Kennzeichnung versehenen und von der FDA zugelassenen PEEK-Medizinprodukte werden in Kürze auf ihren jeweiligen Märkten eingeführt.

Cyril Voisard, Head of Business Development

Medicoat beim 11. Kolloquium „Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen“

Bereits seit 1994 findet alle 3 Jahre in Erding / München das Kolloquium „Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen“ statt. Auch 2018 treffen sich am 25. und 26. Oktober 2018 die Spezialisten aus dem HVOF-Bereich zum 11. Kolloquium und auch Medicoat wird mit dabei sein. Namhafte Referenten werden die Neuheiten und Fortschritte der HVOF-Technologie beleuchten. So wird der Vortrag von Andrew Verstak von Kermetico Inc. das Thema Neuentwicklungen in der HVAF-Technologie haben und vor allem die Unterschiede von HVAF und HVOF aufzeigen. Welche Hardware wird bei HVAF eingesetzt, wie wirtschaftlich ist das Verfahren und welche Schichtqualitäten können erreicht werden.

Darüber hinaus werden beim 11. Kolloquium in Erding folgende Themen behandelt:

  • Neuartige HVOF-Technologien
  • Weiterentwicklungen im Kaltgasspritzen
  • Werkstoffanalyse thermisch gespritzte Schichten
  • Aerosolspritzen von Nanopartikeln
  • Suspensionsflammspritzen (HVSFS)
  • Keramische Schichten durch kombinierte Oberflächentechnik
  • Hartmetallschichten
  • HVOF und Plasmabeschichtungen auf Basis ultrafeiner Pulver
  • Lichtbogenspritzen mit Fülldrähten

hvof.gts-ev.de

Medicoat präsentiert Lösungen für die thermische Beschichtung von orthopädischen Implantaten auf der Orthomanufacture in Yverdon-les-Bains

Vom 20. – 21. Juni 2018 findet in Yverdon-les-Bains die 2. Ausgabe der Orthomanufacture statt, einer Messe für medizin-technische Implantate und Instrumente, die von einer Konferenz zu technischen und wissenschaftlichen Themen begleitet wird.
Medicoat wird die Veranstaltung nutzen, um die eigenen Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Implantat-Herstellung und Implantat-Beschichtung zu präsentieren. Der Fokus wird hierbei auf die osseointegrative Beschichtung von orthopädischen Implantaten gerichtet sein. Weitere Themen sind die Entwicklung von Beschichtungssystemen auf Basis von Titan und Hydroxylapatit Pulver, die Produktion von Hydroxylapatit-Beschichtungspulvern und die Implantatherstellung + Reinraumverpackung (ISO Klasse 6).

 

Neue Räume für ein optimiertes Angebot in der Thermischen Beschichtung

Nach umfangreichen Umbauarbeiten am Standort Mägenwil dauert es nicht mehr lange, bis die neuen Räumlichkeiten für die Bereiche Medizintechnische Beschichtung und Forschung & Entwicklung zur Verfügung stehen werden. Nach dem Umzug des Medicoat-Anlagenbaus ins 10 km entfernte Wohlen ergaben sich neue räumliche Möglichkeiten für die am Standort Mägenwil ansässigen Beschichtungsbereiche.
Medicoat bietet Prothesenherstellern optimierte Titan- und Hydroxylapatit-Beschichtungen. Die wachsende Auftragssituation, aber auch zunehmende Anforderungen in diesem Gebiet machten schon in den vergangenen Jahren Gebäudeerweiterungen notwendig – nun findet der nächste Schritt statt.
Auch der Bereich Forschung & Entwicklung wird durch diese architektonische Veränderung mit neuen Räumen ausgestattet und stärker auf die spezifischen Bedürfnisse ausgerichtet. Neben der Schichtanalyse und Schichtentwicklung ist mittlerweile auch die Konstruktion von Strahl- und Beschichtungsmasken ein wichtiger Bereich der hauseigenen R&D-Abteilung.

 

eifeler Holding erwirbt Minderheitsbeteiligung an der Medicoat Holding AG

Die eifeler Holding GmbH & Co. KG hat am 25.Oktober 2017 eine Minderheitsbeteiligung an der Medicoat Holding AG erworben. Mit diesem Schritt erweitert die eifeler Holding ihr Beteiligungsportfolio um die Entwicklung und Herstellung kompletter Beschichtungssysteme, massgeschneidert für medizintechnische Beschichtungen sowie für industrielle Schichtanwendungen.

Die eifeler Holding und die Medicoat Holding freuen sich auf die zukünftige Kräftebündelung im Bereich der medizinischen Beschichtungstechnologie. Im Bild v.l.n.r. Philipp Gruner (CEO Medicoat AG), Heiko Gruner (Gründer und President Medicoat AG), Hans W. Eifeler (Gründer und Gesellschafter der eifeler Holding), Thomas Michel (Verwaltungsrat Medicoat AG)

Die eifeler Holding engagiert sich seit 30 Jahren im dynamisch wachsenden Markt der High-Tech-Beschichtungen. Nach der Veräußerung ihrer Werkzeugbeschichtungssparte im Jahr 2013 investiert das Unternehmen heute in Beschichtungszentren mit Entwicklung und Anwendung innovativer Beschichtungslösungen für verschiedene Industrien, insbesondere für die Medizintechnik.

Die Medicoat Holding AG mit Sitz in Mägenwil ist die Eigentümerin der 1989 gegründeten Medicoat AG in der Schweiz, sowie der Medicoat SAS in Frankreich. Medicoat Holding besitzt zudem die Mehrheit an der Medicoat France SAS, sowie eine Beteiligung an der Plasma Innovation GmbH in Österreich.

Zusammenarbeit zwischen Medicoat AG und Kermetico Inc.

Im Juli 2017 starteten die Medicoat AG und Kermetico Inc. ein Kooperationsprojekt, um neuartige Beschichtungsanlagensysteme und Lösungen für europäische und nordamerikanische Märkte zu schaffen. Beide Partner planen, bis Ende dieses Jahres ein multifunktionales Plasma + HVOF + HVAF-System zur Verfügung zu stellen. Dabei wird die Medicoat AG als Vertriebspartner für den deutschsprachigen Raum (DACH) mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.

Kermetico, Inc. ist ein 2006 gegründetes amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Kalifornien. Kermetico entwirft, baut und liefert Systeme für Gas-Luft-Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen (HVAF) und Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen (HVOF). Kermetico hat HVAF- und HVOF-Systeme für automatisierte, handgehaltene und interne Durchmesser-Beschichtungsanwendungen im Programm. Darüber hinaus bietet Kermetico technologisch effiziente Methoden, um Wolframkarbide, Chromkarbide, Metalle (Al, Ti, Sn) und Legierungen (Ni-, Fe-, Co-basierte, MCrAlY, Inconel, Hastelloy) zu spritzen.

Qualitätsmanagement bei Medicoat – eine zentrale Aufgabe in neuen Händen

Seit vielen Jahren liegt der Bereich Qualitätsmanagement bei Medicoat in den Händen des Firmengründers Heiko Gruner. Medicoat ist seit 1998 gemäss ISO 9001 zertifiziert. Die medizintechnische Schichtproduktion erfolgt seit 2010 gemäss ISO 13485.

Durch die steigenden Anforderungen in den Beschichtungsprozessen, beispielsweise durch das Medizinproduktegesetz, sowie die internationale Ausrichtung des Unternehmens, wurde nun die neue Stelle des Qualitätsmanagers bei Medicoat geschaffen.


Dr. Heiko Gruner (links) übergibt den Bereich Qualitätsmanagement an Achim Riedel

 

Thermal Spray Systems Made in Wohlen – Medicoat Anlagenbau mit neuem Standort

Dank guter Auslastung im Bereich Anlagenbau wurde der Geschäftsbereich ‚Thermal Spray Systems‘ in ein grosszügigeres Fabrikgebäude in Wohlen (AG) verlagert. Der Umzug wurde erfolgreich vollzogen und bereits hat die erste APS-Anlage die Fertigungshalle verlassen.

Fertigung Thermische Spritzanlagen

Keramische Implantate mit Titanbeschichtung, Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis 2014 für Kooperationsprojekt von Medicoat und CeramTec

Dr. Marita Raschke, CeramTec GmbH (Bildmitte) und Philipp Gruner, CEO Medicoat AG (mit roter Kravatte) nehmen den Preis beim Oberflächentechnik-Preis »DIE OBERFLÄCHE 2014« entgegen, der vom Fraunhofer IPA verliehen wurde. (Foto: Fraunhofer IPA)

Auf dem O&S-Forum wurden am 24. Juni 2014 im Rahmen der Internationalen Fachmesse für Oberflächen & Schichten O&S drei Innovationen aus verschiedenen Industriezweigen der Oberflächentechnik-Branche mit dem Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis 2014 ausgezeichnet. Platz 1 ging an die Airbus Group für Eishaftung vermindernde Flugzeugoberflächen auf Basis von TiO2-Nanoröhren. Platz 2 sicherten sich das Kooperationsprojekt der CeramTec GmbH und der Medicoat AG – »Knochen wächst durch neue Beschichtungstechnik am keramischen Implantat an«.
Platz 3 ging an die Hartchrom Schoch GmbH für das Thema »Anti-Stokes-Kristalle in chemisch bzw. elektrochemisch erzeugten Oberflächenschichtsystemen markieren Produkte sicher«.
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Medicoat an der ITSC 2014 in Barcelona

Barcelona ist vom 21. bis 23. Mai Schauplatz der ITSC 2014 – International Thermal Spray Conference & Exposition, veranstaltet vom DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren. Die Medicoat AG wird mit eigenem Stand vertreten sein und aktuelle Produkte präsentieren, wie beispielsweise Flowmotion, unseren neuen Pulverförderer mit Linearantrieb.
Ausserdem werden wir die neueste Generation der Anlagenvisualisierung und Steuerung vorstellen, welche die hohen Ansprüche und Vorschriften der Fertigung und Überwachung für sensible Bereiche wie zum Beispiel Luftfahrt und Medizin erfüllt.

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