Medizintechnik
Zementlos implantierte künstliche Gelenke werden in sparsamen und passgenauen Aushöhlungen des Knochens primär fixiert. Wie Dübel in der Wand sind die Implantate im Knochengewebe verspannt. Dieser mechanische Kraftschluss verliert aber rasch seine Festigkeit und muss möglichst schnell durch ein dauerhaftes und langzeitstabiles Festwachsen von Knochenzellen ersetzt werden (Osseointegration).
Knochenzellen können sich direkt auf biokompatiblen Werkstoffen verankern, wenn die Oberfläche entsprechend strukturiert ist. Mit Hilfe der Vakuum-Plasma-Spritztechnik (VPS) lassen sich raue und fest haftende Titan-reinst Beschichtungen (Ti) erzeugen, welche den Knochenzellen idealen Freiraum zum Einwachsen bieten. Die natürliche Oxidhaut auf der Ti-Schicht verhindert die gefürchtete Metallionenabgabe nach der Implantation.
Die knöcherne Integration des Implantates kann durch eine zusätzliche Hydroxylapatitbeschichtung (HA) beschleunigt werden. HA ist ein natürlicher Bestandteil des Knochengewebes, der metallische Fremdkörper wird folglich mit einer bioidentischen Tarnkappe überzogen. Das Einwachsen der HA-beschichteten Prothese entspricht jetzt dem Heilungsprozess eines Knochenbruches.
Medicoat bietet den Prothesenherstellern optimierte Ti- und HA-Beschichtungen, welche alle ISO-Standards und ASTM-Anforderungen erfüllen. Die Schichtherstellung erfolgt unter dem strengen Qualitätsstandard gemäss ISO 13485 in den von uns gefertigten Beschichtungsanlagen.
Knöcherne Integration einer VPS-gespritzten Ti/HA-Schichtkombination
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